Sonntag, 12. April 2015

Fight Club (Spoilerachtung!)

Tyler Durden und der namenlose Ich-Erzähler in Fight Club von Chuck Palahniuk sind keine typische Beispiele von einem Held und seinem Erzfeind, aber ich möchte hier darüber sprechen.

Der Ich-Erzähler ist unzufrieden, weil seine Büroarbeit ihm langweilig ist und sein leben Verbraucherherrschaftlich ist. Er ist auch an Schlaflosigkeit Leidender.  Er trifft Tyler Durden, der sieht unabhängig aus. Sie organisieren einen Fight Club, in dem viele Männer durch Gewalt eine kathartische Erfahrung haben.
Langsam organisiert Tyler eine anonyme Terrorgruppe, die große Untaten verübt. Endlich versteht der Ich-Erzähler, er sei mit Tyler nicht einverstanden. Er beginnt eine Untersuchung und finden aus, dass Tyler Durden sein eigenes Pseudonym ist.



Meiner Meinung nach ist dieses Beispiel sehr wichtig, weil es die Popularität des Motivs gut erklärt. Carl Jung beschreibt bestimmte Archetypen der einen Person. Ein Archetyp heißt der Schatten. Er stellt alles dar, was die Person selbst akzeptiert nicht: ihre Aggression, ihre dunklen Wünschen, ihre grobe Macht. Man muss seinen Schatten kämpfen, um eine stärkere Person zu sein. Ich meine, diese Idee ist der Grund, auf dem jeder Held einen Erzfeind hat: jeder kann einfach betreffen.

Ich habe über Tyler und den Erzähler gesprochen, weil der Erzähler den schwierigsten und häufigsten Kampf kämpft, der Kampf gegen sich selbst.

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